Großer kleiner Bahnhof
Im Bräustübla Reckendorf hat ein alter Bahnhof wieder Anschluss bekommen – allerdings nicht nur an den Zugverkehr, sondern vor allem an die fränkische Wirtshaus- und Bierkultur. Frank Fehn und Stefan Wolfschmidt haben das historische Bahnhofsgebäude an der Bahnhofstraße mit viel Eigenleistung, Geduld und Herzblut in eine kleine Braustätte mit Ausschank verwandelt. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1894/95. Aus dem ehemaligen Lagerraum wurden Ausschank, Stammtisch und Braubereich, der alte Warteraum zeigt sich heute als gemütliches Nebenzimmer mit historischem Backsteingefach.
Offiziell eröffnet wurde das Bräustübla 2025 – stilecht mit einem eigens gebrauten Märzen-Festbier. Damit ist Reckendorf um eine Kleinstbrauerei reicher, und zwar eine, bei der man spürt: Hier wurde nicht einfach nur renoviert, hier wurde ein Lieblingsprojekt verwirklicht. Die Leidenschaft der beiden Brauer begann bereits 2019, 2022 folgte die Anfrage an die Gemeinde, ob der alte Bahnhof gepachtet werden könne.
Geboten werden selbstgebrautes Bier und Brauseminare – also alles, was das fränkische Herz zwischen Durst, Neugier und „des wollt ich scho immer amol wissen“ erfreut. Kurz: Das Bräustübla ist ein junger, sympathischer Halt auf der fränkischen Bierlandkarte.



