Endlich wieder da!
Bei der Schmitt-Bräu in Scheßlitz ist die fränkische Wirtshauswelt noch angenehm intakt – und seit kurzem sogar wieder ein Stück vollständiger. Denn nachdem die eigene Brauerei im Jahr 2000 stillgelegt und die Biere über Jahre im Lohnbrauverfahren hergestellt wurden, wird seit 2023 wieder vor Ort gebraut: auf einem 6-Hektoliter-Sudwerk, konzipiert von Braumeister Alexander Schmitt, dem Bruder von Inhaberin Diana Vogt.
Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück: 1847 begann ein Brauer namens Bernhard Zeck, 1867 kam der Name Schmitt ins Spiel, und heute führt Diana Vogt das Familienunternehmen in sechster Generation weiter. Das passt: Hier wirkt Tradition nicht wie Museum, sondern wie Alltag mit Zapfhahn. Auf der Website wird noch liebevoll an Maria und Josef Schmitt erinnert, die einst von ihrem erhöhten Fensterplatz aus sofort sahen, wessen Glas Nachschub brauchte – ein Servicekonzept, das man eigentlich patentieren lassen müsste.
Geboten wird fränkische, regionale und saisonale Küche; die Chefin kocht selbst. Auf der Karte stehen bodenständige Wirtshausklassiker wie hausgemachte grobe Bratwürste, Pfannenschnitzel, Cordon Bleu, Holzfällersteak, Hähnchenvariationen und Apfelkräpfla zum Nachtisch. Dazu gibt es Schmitt-Biere wie Helles Vollbier, Hausbräu, Edel-Pils, Urstoff sowie zur Starkbierzeit Heller Bock und den Doppelbock „Rittator“.
Am Fuß von Giechburg und Gügel, mit Gaststube, Nebenzimmer, Innenhof und neuem Braumeistersaal, ist Schmitt-Bräu ein wiedererstarktes Stück Scheßlitzer Bierkultur – herzlich, bodenständig und mit genug Charakter für ein zweites Seidla.



