Rückkehr nach kurzer Auszeit
Die Kohlenmühle in Neustadt an der Aisch ist ein Ort, an dem Geschichte nicht nur an den Wänden hängt, sondern frisch gezapft ins Glas kommt. Aus einer alten, einst baufälligen Getreidemühle wurde ein lebendiger Brauerei-Gasthof, der seit seiner Wiederbelebung wieder genau das kann, was Franken besonders gut kann: gutes Bier, gutes Essen und gute Gründe liefern, noch ein bisschen sitzen zu bleiben.
Im Mittelpunkt steht die kleine Hausbrauerei von Lothar Hufnagel. Gebraut wird handwerklich nach dem bayerischen Reinheitsgebot – für Gäste, Freunde des Hauses und alle, die ihr Seidla gern mit Charakter trinken. Das Moggerla, ein helles, unfiltriertes Vollbier, ist so etwas wie der freundliche Hausherr im Glas: süffig, bodenständig und angenehm unkompliziert. Dazu kommen das dunkle, malzige Rabenschwarz und das frische Eiszeitweizen mit weichem, fruchtigem Einschlag. Wer Glück mit der Saison hat, begegnet außerdem dem Koksbock – schon der Name klingt, als würde er im Winter ein wenig die Schultern wärmen.
Auch das Drumherum passt: Mühlenhof, Biergarten auf der Aischinsel, historische Gemäuer und eine Event-Scheune mit alten Kupfer-Sudkesseln schaffen ein Ambiente, das rustikal ist, ohne altbacken zu wirken. In der Küche geht es fränkisch und saisonal zu – mit Schäufele, Karpfen, Bratwürsten und allem, was ein hungriges Bier nach einem würdigen Begleiter verlangen lässt.





